Schadsoftware "Emotet" gefährdet ganze Netzwerke

6. Dezember 2018 - IT-Security
News
Schadsoftware "Emotet" gefährdet ganze Netzwerke
Sie verbreitet sich schnell und saugt sensible Nutzerdaten ab: Die Schadsoftware "Emotet" gilt ...
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Aktuell werden vermehrt Phishing-E-Mails versendet, die scheinbar im Namen der DENIC versendet ...
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Emotet

Experten warnen vor der Schadsoftware mit dem Namen "Emotet". Sie ist zwar seit längerem bekannt - doch seit einigen Tagen würden sich auffällig viele Betroffene melden, teilte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) mit. Die Behörde ging deshalb an die Öffentlichkeit und nannte den Virus "eine der größten Bedrohungen durch Schadsoftware weltweit".

Nach Angaben des BSI verbreitet sich "Emotet" über Spam-Mails. Betroffene erhalten E-Mails, die angeblich von Bekannten, Kollegen oder Geschäftspartnern stammen, mit denen sie kürzlich Kontakt hatten. "Aufgrund der korrekten Angabe der Namen und Mailadressen von Absender und Empfänger in Betreff, Anrede und Signatur wirken diese Nachrichten auf viele authentisch", so die Experten.

Wer den Dateianhang in diesen Mails öffnet oder auf einen eingefügten Link klickt, lädt das Schadprogramm auf das eigene System. "Ist der Computer erst infiziert, lädt 'Emotet' weitere Schadsoftware nach", warnt das BSI. Im schlimmsten Fall könnten sensible Daten zum Beispiel aus dem Online-Banking gestohlen werden. Auch Unternehmen sind gefährdet. Offenbar fielen bereits IT-Strukturen aus. "In mehreren Fällen hatte dies große Produktionsausfälle zur Folge." Ganze Unternehmensnetzwerke mussten den Angaben zufolge nach einer Infektion mit "Emotet" neu aufgebaut werden.


Die Kriminellen haben ihr Handwerk technisch perfektioniert. Die Inhalte der gefährlichen Mails sehen echt aus, sind aber frei erfunden. Dazu liest die Schadsoftware nicht nur Kontaktbeziehungen aus den Postfächern infizierter Systeme aus, sondern auch die Inhalte von E-Mails. So erweckt "Emotet" den Anschein einer persönlichen und vertrauenswürdigen Nachricht. Offenbar erkennen nicht alle Virenschutzprogramme diese Schadsoftware, weil sie gut getarnt ist - und die Kriminellen den Code verändern.

Wir raten deshalb, Antiviren-Software immer wieder zu aktualisieren und Sicherheitsupdates für Betriebssysteme und Programme so schnell wie möglich aufzuspielen.