Aus für Windows 7

15. Januar 2020 - IT-Security
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Supportende von Windows 7

Seit Einführung des Betriebssystems ist der 14. Januar 2020 als Termin für das Supportende für Windows 7 SP1 bekannt. 5 Jahre lang war Windows 7 im Mainstream-Support, in dem es auch Fehlerbehebungsupdates bekam. Danach schlossen sich weitere 5 Jahre an, in denen Microsoft Sicherheitsupdates für das Betriebssystem verteilte.

Am 14. Januar 2020 wurden nun letztmalig Sicherheitsupdates für alle Windows 7 SP1 Systeme bereitgestellt. Auch die Hersteller von Hard- und Software werden die Unterstützung für Windows 7 zurückfahren. Da das Weiterbetreiben von Windows 7 ohne Sicherheitsupdates ein hohes und mit fortschreitender Zeit zunehmendes Sicherheitsrisiko birgt, sollten Nutzer spätestens jetzt handeln.

Für den Fall, dass kein Umstieg auf ein alternatives Betriebssystem infrage kommt, liegt der Wechsel zum Windows 7 Nachfolger Windows 10 am nächsten. Offiziell ist das Microsoft Gratis Upgrade Angebot von Windows 7 auf Windows 10 schon Ende Juli ausgelaufen, in der Regel ist es aber weiterhin möglich, Windows 10 mit einem Windows 7 Produktkey zu aktivieren.

Private Anwender, die sich nicht mit Windows 10 anfreunden können, haben alternativ die Möglichkeit auf Windows 8.1 zu aktualisieren. Dieses Betriebssystem erhält noch bis zum Jahr 2023 Sicherheitsupdates.

Trotz des Supportendes erfreut sich Windows 7 immer noch großer Beliebtheit. Laut des Statistikdienstes NetMarketShare lief im Dezember 2019 noch auf gut 26 Prozent aller Desktop Systeme Windows 7. Daher ist davon auszugehen, dass viele Nutzer, speziell in Firmenumgebungen, zumindest noch eine Zeit lang weiter mit diesem Betriebssystem arbeiten werden.

Angesichts dieser Tatsache hatte Microsoft bereits 2018 das sogenannte Extended Security Update Program (ESU) für Firmenkunden angekündigt. Über dieses kostenpflichtige Programm haben Benutzer von Windows 7 Professional, Enterprise und Ultimate die Möglichkeit, Sicherheitsupdates bis zum Januar 2023 zu beziehen. Diese Option steht nicht nur für Großkunden bereit, sondern kann seit Dezember 2019 auch von kleinen und mittelständischen Unternehmen geordert werden.

Der ESU Vertrieb erfolgt über Cloud Solution Provider Partner. Nach gewissen Anlaufschwierigkeiten liegen Bezugsquellen und Preise mittlerweile auch für kleine und mittelständische Unternehmen vor. Die Registrierung und Aktivierung der ESU Schlüssel könnte sich für unerfahrene Anwender als große Hürde herausstellen. Einige Cloud Solution Provider Partner bieten diese Handreichungen jedoch samt Installation der erforderlichen Vorbereitungsupdates als Rundum-sorglos-Paket zum kleinen Preis an.

Als Virenschutz lassen sich die Microsoft Security Essentials unter Windows 7 SP1 weiterhin verwenden. Microsoft beendet zwar Support und Weiterentwicklung der Microsoft Security Essentials Plattform zum 14. Januar 2020, versorgt diese aber weiterhin mit Signatur Updates.

Quelle: heise.de